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Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft - Ausgabe 6-2006

Einst zu wenig, heute zu viel:  Stickstoff in Waldlebensgemeinschaften

Die Bedeutung von Stickstoff für Waldlebensgemeinschaften hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich geändert: von einem Mangelfaktor für das Pflanzenwachstum hin zu einem im Überfluss vorhanden Schadstoff. Die vermehrten Einträge von Stickstoff wirken sich auf die Zusammensetzung der Lebensgemeinschaften aus, aber auch die Nutzung der Wälder als Trinkwasserreservoir ist gefährdet. Im vorliegenden Beitrag werden die Auswirkungen eines erhöhten Eintrags auf das Ökosystem Wald beschrieben. Zudem wird aufgezeigt, wie es möglich ist, mithilfe der Vegetation Aussagen über den Stickstoffeintrag in Wälder zu machen. Beispielhaft werden unterschiedliche Methoden zur Erfassung der Vegetationsreaktion auf veränderte N-Verfügbarkeit beschrieben und deren Vorteile gegenüber der Erfassung der Depositionen mit technischen Messungen aufgezeigt. Ausgehend von den methodischen Vorteilen sollte in Zukunft darüber nachgedacht werden, die technische Erfassung von Stickstoffeinträgen stets mit vegetationskundlichen Analysen aufzuwerten.

Nitrogen in forest communities: the alteration of its importance

During the last decades the effect of nitrogen on forest ecosystems has totally changed: Formerly, vegetation growth was limited by nitrogen, today nitrogen must be seen as a pollutant. The increased deposition of nitrogen into forest-ecosystems affects not only the vegetation composition, but also endangers the meaning of forests as a source for drinking water. In the article the impact of increased nitrogen availability on forest ecosystems is shown. Especially the possibilities and advantages of using vegetation as an indicator for the impact of nitrogen are discussed and compared with methods of technical measurements. Based on these results it is strongly recommended to enhance the explanatory power of technical measurements by additionally carrying out vegetation analyses.

Autor(en):
Bernhardt-Römermann, M.; Ewald, J.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft 6-2006, Seite 261-266
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