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Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft - Ausgabe 4/2010

Motorway exhaust aerosols and their effects on epiphytic lichen populations

This study investigated the particle inventory of airborne particles originating from an intensely used motorway that drift into a nearby valley (Nature Preserve) and the correlations between the existence of epiphytic lichen communities and the exposure to these exhaust aerosols. Hence it was the aim of this study to verify the assumption that exhaust aerosols strongly affect lichen diversity in proximity to a motorway. Measurements were carried out on several days during a six-month period from July to December 2006 using a scanning mobility particle sizer and supplemented with air-quality data from the local Environmental Protection Agency (EPA). The investigated area is strongly influenced by oscillatory motions of air masses due to solar radiation and characteristic wind directions, thereby – besides diffusion and convection – facilitating the migration of exhaust fumes from the north-south oriented motorway into the perpendicularly oriented valley (east-west). The survey of epiphytic lichen populations in the valley confirmed the negative effect of vehicle exhaust pollution and is reflected both in a strongly reduced diversity and an altered lichen community composition.

Abgasaerosole an einer Autobahn und ihr Effekt auf epiphytische Flechtenpopulationen

In einer Studie wurden der Nanopartikelausstoß auf einer stark frequentierten Autobahn und der Eintrag in ein nahe gelegenes Seitental (Naturschutzgebiet) sowie die Zusammenhänge zwischen dem Vorkommen epiphytischer Flechten und deren Exposition gegenüber den Abgasaerosolen untersucht. Ziel dieser Studie war die Überprüfung der Annahme, dass diese Abgasaerosole die Flechtenpopulation im Seitental stark beeinträchtigen. Die Messungen wurden an mehreren Tagen von Juli bis Dezember 2006 mithilfe eines Partikelmessgeräts durchgeführt, das sowohl die Konzentration als auch die Größenverteilung dieser Aerosole erfasst und mit Luftgütedaten der lokalen Umweltschutzbehörde ergänzt. Das Untersuchungsgebiet weist durch seine Lage (Ost-West-Ausrichtung) und in Verbindung mit der Sonneneinstrahlung oszillierende Luftmassenbewegungen auf, sodass neben Diffusion und Konvektion die Verlagerung der Abgase von der quer dazu verlaufenden Autobahn überhaupt erst stattfinden kann. Die Bestandsaufnahme des epiphytischen Flechtenbewuchses im Seitental bestätigte die negativen Auswirkungen – stark reduzierte Flechtenvielfalt und Artenzusammensetzung – des Abgaseintrags.

Autor(en):
Madl, P.; Heinzelmann, E.; Hofmann, W.; Türk, R.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft 4/2010, Seite 147-153
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