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Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft - Ausgabe 7-8/2007

Asbest in Talkumpudern und Speckstein - heutige Situation

Talkumpuder und Speckstein können Asbest enthalten. Bei den in der Bundesrepublik Deutschland verwendeten Materialien wurden in Stichproben aus den letzten zehn Jahren jedoch in der Regel nur geringe Asbestgehalte ermittelt. Grundlage der vorliegenden Auswertung sind Analysen des Berufsgenossenschaftlichen Instituts für Arbeitsschutz – BGIA an Materialproben, die von den Berufsgenossenschaften im Rahmen ihrer Präventionsarbeit genommen wurden. Hierbei zeigte sich, dass in etwa einem Viertel der 57 untersuchten Talkumpuderproben und 35 Specksteinproben geringe Asbestgehalte nachweisbar waren. Jeweils zwei der Talkum- und Specksteinproben wiesen Asbestgehalte von > 0,1 Masse-% auf. Messungen an Arbeitsplätzen zeigen, dass bei Einsatz von Talkumpudern mit einem Asbestgehalt von nicht mehr als 0,1 Masse-% Asbestfaserbelastungen bis zu einer Größenordnung von etwa 10 000 F/m3 auftreten. Asbestfasern konnten in nur fünf von insgesamt 68 Luftproben (39 Messserien) identifiziert werden. Die Ermittlung des Asbestmassengehalts und der Expositionssituation hat nach den Vorgaben der Technischen Regel für Gefahrstoffe (TRGS) 517 zu erfolgen.

Asbestos in talc powders and in soapstone – The present state

Talc powder and soapstone may contain asbestos. Random samples taken in the course of the past ten years from materials in use in Germany revealed only low asbestos contents. The present paper is based on analyses of bulk sample carried out by the German Berufsgenossenschaften as part of their prevention activities. In about one quarter of the 57 talc powder samples and 35 soapstone samples analysed by the BG-Institute for Occupational Safety and Health (BGIA), asbestos could be detected, albeit in low concentrations. Two samples of each talc and soapstone samples contained asbestos in quantities exceeding 0.1 weight %. Workplace measurements showed that use of talc powders containing no more than 0.1 weight % of asbestos re- sulted in asbestos fibre concentrations ranging at about 10,000 fibres/m³. Asbestos fibres could only be identified in five out of 68 workplace air samples, taken in 39 measurement series. The asbestos content and the exposition situation at the workplace are to be determined in accordance to the German Technical Rule for hazardous substances (TRGS) 517.

Autor(en):
Mattenklott, M.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft 7-8/2007, Seite 287-292
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