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Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft - Ausgabe 6/2016

Tropospheric aerosols – Current research and future air quality policy

While EU air quality policy has generally been quite successful and has resulted in significant reductions in concentrations of various harmful air pollutants, exceedances of limit values for airborne particulate matter (PM) are still encountered in many areas across the entire EU territory. Moreover, it has been suggested, that not only the particle mass concentration and the chemical composition determine the health effects of tropospheric aerosols, but that the particle number concentration, particle size and the particle surface concentration might also be relevant for health effects in humans. Therefore, an additional metric – beyond the simple mass concentration – is recommended in order to improve the assessment of health effects and to make reduction targets more effective.The present mass based metrics PM2.5 and PM10 do not provide sufficient information for a source-oriented policy which is needed to determine the most effective measures. Rather, future abatement strategies for PM require a holistic approach which involves (i) the assessment of known and potential future health effects of PM and (ii) tracer approaches for the identification and characterization of PM sources and the pathogenic properties of their particle mixture. Here, we review current research results on these topics and conclude with requirements for future air quality policies.

Troposphärische Aerosole – Aktuelle Forschung und zukünftige Luftreinhaltepolitik

Während die EU-Luftreinhaltepolitik im Allgemeinen sehr erfolgreich war und zur signifikanten Absenkung verschiedener Luftschadstoffkonzentrationen führte, werden Grenzwertüberschreitungen für luftgetragene Partikel (particulate matter, PM) noch immer im gesamten EU-Territorium beobachtet. Zudem gibt es Hinweise, dass nicht ausschließlich die Massenkonzentration luftgetragener Partikel und deren chemische Zusammensetzung die gesundheitlichen Auswirkungen troposphärischer Aerosole bestimmen, sondern die Partikelanzahlkonzentration, die Partikelgröße und die Partikeloberflächenkonzentration ebenfalls relevant für die menschliche Gesundheit sein können. Daher wird eine zusätzliche Metrik – über die einfache Massenkonzentration hinaus – empfohlen, um die Bewertung von Gesundheitseffekten zu verbessern und Reduktionsziele effektiver zu gestalten. Die derzeit verwendeten massebasierten Metriken PM2.5 und PM10 bieten keine ausreichenden Informationen für eine quellen-orientierte Luftreinhaltepolitik, die jedoch zur Bestimmung der effektivsten Maßnahmen erforderlich ist. Vielmehr erfordern zukünftige PM-Minderungsmaßnahmen einen ganzheitlichen Ansatz, der (i) die Bewertung bekannter und potenzieller zukünftiger Gesundheitseffekte sowie (ii) Tracer-Verfahren für die Identifizierung und Charakterisierung von PM-Quellen und die pathogenen Eigenschaften der Partikelzusammensetzung umfasst. In diesem Artikel werden aktuelle Forschungsergebnisse zu diesen Themenbereichen vorgestellt und Schlussfolgerungen für Anforderungen an die zukünftige Luftreinhaltepolitik gezogen.

Autor(en):
Nehr, S.; Gladtke, D.; Hellack, B.; Hermann, H.; Hoffmann, B.; Kuhlbusch, T. A. J.; Schins, R. P. F.; Wiesen, P.; Zellner, R.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft 6/2016, Seite 231-237
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