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19.05.2017

Internationales Abkommen über Quecksilber kann in Kraft treten

Die Europäische Union hat am 19. Mai am Sitz der Vereinten Nationen in New York das Inkrafttreten des weltweiten Übereinkommens von Minamata zur Verringerung der Belastung von Quecksilber bewirkt.

Der weltweite Vertrag über Quecksilber „Übereinkommen von Minamata über Quecksilber” wurde auf Initiative der EU ausgehandelt und 2013 abgeschlossen. Die EU und sieben Mitgliedstaaten haben ihre Ratifizierungen bei den Vereinten Nationen hinterlegt, damit haben inzwischen 52 Vertragspartner das Abkommen unterzeichnet, das ab dem 16. August für alle Vertragspartner rechtlich bindend wird.

Das Übereinkommen von Minamata – benannt nach dem Ort, an dem die bislang schlimmsten Schäden durch Quecksilberbelastung entstanden – verschärft nicht nur die Umweltstandards weltweit, sondern wird auch zur Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen beitragen, da in allen großen Volkswirtschaften ähnliche Umweltauflagen, wie bereits heute in der EU gelten, werden. Das Übereinkommen von Minamata ist weitgehend durch die Rechtsvorschriften der Union geprägt.

Dank der Vorschriften der VerweisQuecksilber-Verordnung ist die EU außerdem auf dem besten Wege, die erste quecksilberfreie Wirtschaft zu werden. So wird unter anderem der Verwendung von Quecksilber in sämtlichen industriellen Verfahren ein Ende gesetzt und die neue Verwendung von Quecksilber in Erzeugnissen und der Industrie verboten, sofern nicht nachgewiesen werden kann, dass es zum Schutz von Gesundheit und Umwelt erforderlich ist. Das Übereinkommen wird langfristig einen erheblichen Rückgang der Quecksilberbelastung bewirken, beispielweise indem die Verwendung von Amalgamfüllungen für die gefährdeten Personenkreise verboten wird.

http://ec.europa.eu/germany



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