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01.06.2017

Bundesregierung beschließt ersten Stickstoffbericht

Das Bundeskabinett hat Ende Mai einen Bericht zum Stickstoffeintrag in die Umwelt beschlossen. Damit wird das Thema Stickstoff erstmals umfassend auf die politische Agenda gehoben. Stickstoff stellt eine zunehmende Belastung für Wasser- und Ökosysteme dar. Er beeinträchtigt das Klima, die Luftqualität und die Artenvielfalt.
Das Bevölkerungswachstum, der steigende Konsum stickstoffhaltiger Lebensmittel, der wachsende Energiebedarf und der zunehmende Individualverkehr lassen die Stickstoffemissionen global betrachtet anwachsen. Die planetare Belastungsgrenze für Stickstoff wird seit Jahren überschritten. Belastungen durch Stickstoff zeigen sich z. B. im hohen Nitratgehalt im Grundwasser oder durch Stickstoffdioxidbelastungen in der Luft, besonders in Städten.

Die Bundesregierung macht mit ihrem Stickstoffbericht deutlich, dass es eines stärkeren Zusammenwirkens verschiedener Politikbereiche bedarf. Sie kündigt die Entwicklung eines Aktionsprogramms zur konkreten Stickstoffminderung an. Das Programm soll dazu beitragen, Synergien zwischen den diversen Programmen der Bundesregierung besser zu identifizieren und zu stärken. Zudem soll die Anwendung des Verursacherprinzips präzisiert und überprüft werden, ob es rechtliche oder finanzielle Rahmenbedingungen gibt, die einer Minderung von Stickstoffeinträgen entgegenstehen.

Der Stickstoff-Bericht steht im Internet zum Download bereit.
www.bmub.bund.de/N54185

www.bmub.bund.de



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