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23.06.2017

Agenda Meteorologische Messungen

Die Höhe der Luftschadstoffkonzentration wird auf dem Transportweg (Transmission) von der Quelle (Emission) zu den jeweiligen Rezeptoren (Immission) von einer Reihe von Parametern bestimmt. Diese sind neben Parametern, die physikochemische Reaktionen und die Deposition bestimmen, insbesondere eine Vielzahl meteorologischer Parameter wie beispielsweise Windrichtung und Windgeschwindigkeit.

Für die Interpretation von Luftschadstoffmessungen, für prognostische Modellierungen, z. B. in Genehmigungsverfahren, sowie für Störfallfragestellungen sind meteorologische Informationen – die durch Messungen und durch Modellierungen gewonnen werden können – von besonderer Bedeutung. Im Kontext der Luftreinhaltung sind die Ergebnisse von meteorologischen Messungen als Eingangsdaten für Immissionsprognosen von Bedeutung und rechtlich entsprechend vorgesehen (siehe z. B. TA Luft).

Im Bereich der Luftreinhaltung und allgemein im Umweltschutz führen im Rahmen von Genehmigungsverfahren oder Gutachten neben dem Deutschen Wetterdienst (DWD) häufig auch Gutachter- und Ingenieurbüros sowie Forschungsinstituten meteorologische Messungen durch. Landesbehörden betreiben im Routinedienst umfangreiche Luftqualitätsmessungen und beauftragen häufig zusätzlich Dritte für spezielle Untersuchungen. Hierbei erfolgen auch meteorologische Messungen, die zur Bewertung von Luftqualitätsmessungen notwendig sind.

Im direkten oder indirekten Zusammenhang mit der Luftreinhaltung werden meteorologische Messungen auch in der Energiewirtschaft, Heizungs- und Klimatechnik, Wasser-, Land-, Forst- und Bauwirtschaft, im Verkehrswesen, in der Stadt- und Regionalplanung sowie zur Steuerung wetterabhängiger Abläufe benötigt. Nur eine weitgehend einheitliche Messstrategie, Messung und Auswertung führen zu aussagefähigen und vergleichbaren Ergebnissen. Die VDI-Agenda „Meteorologische Messungen – Luftqualität im Fokus” richtet sich daher an Behörden, Mess- und Prüflaboratorien, Gutachter- und Ingenieurbüros, Umweltverbände, Forschungsinstitute sowie Stadtplaner und Architekten.

Um vergleichbare Messungen durchführen zu können, müssen sowohl Messmethoden als auch Auswerteverfahren qualitätsgesichert und möglichst einheitlich gestaltet sein. In Kenntnis der Regelsetzungen der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und des DWD ergab sich in den 1980er Jahren die Notwendigkeit eine eigene VDI-Richtlinienreihe zu erarbeiten. Zahlreiche VDI-Richtlinien und DIN-ISO-Normen beschreiben die einzelnen Messparameter, Messstrategien und Auswerteverfahren im Hinblick auf die Luftreinhaltung.
Ausschlaggebend für die Erstellung der VDI-Agenda „Meteorologische Messungen – Luftqualität im Fokus” ist die Frage, wie die technische Regelsetzung für meteorologische Messungen bedarfsgerecht und zielführend weiterhin koordiniert und wie technische Innovationen stärker begleitet werden können. Mit dem Wissen um die zahlreichen Handlungsfelder blickt diese Agenda sowohl auf bereits behandelte, als auch auf aktuelle und zukünftige Themen der technischen Regelsetzung unter Berücksichtigung der verstärkten Notwendigkeit internationaler Normung.

Die VDI-Agenda „Meteorologische Messungen – Luftqualität im Fokus” soll zur transparenten Darstellung der inhaltlichen Fragestellungen beitragen und als Aufruf zur verstärkten Mitarbeit an Norm- und Richtlinienprojekten im Bereich der Umweltmeteorologie verstanden werden.

Die VDI-Agenda „Meteorologische Messungen – Luftqualität im Fokus” steht kostenfrei zum Herunterladen bereit: www.vdi.de/agenda-meteorologische-messungen

www.vdi.de/krdl



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