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30.06.2017

Gesundheitliche Aspekte luftgetragener Nanopartikel

Trotz der stetig steigenden Anwendung industriell hergestellter Nanomaterialien ist bisher wenig darüber bekannt, wo sie nach ihrer Freisetzung in die Luft und Aufnahme über die Atmung im Körper verbleiben. Wenig bekannt ist auch darüber, welche gesundheitlichen Effekte sie im Bronchialtrakt und den Alveolen der Lunge verursachen. Das internationale Forschungsprojekt NANOaers (fate of aerosolized Nanoparticles) soll zur Beantwortung dieser Fragen beitragen. Koordiniert vom Bundesinstituts für Risikobewertung wird dabei untersucht, in welcher Weise sich Nanopartikel auf ihrem Weg durch die Luft in ihrer chemischen und physikalischen Zusammensetzung verändern und inwieweit sich andere Stoffe an sie anlagern. Dazu werden realitätsnahe Formulierungen mit unterschiedlichen Nanomaterialien hergestellt und nach Aerosolisierung unter Anwendung verschiedener Messtechniken wie der Einzelpartikelgrößenbestimmung oder der bildgebenden Massenspektrometrie charakterisiert. Zur Klärung möglicher Effekte werden toxikologische Untersuchungen in vitro unter Anwendung unterschiedlicher Zellsysteme und in vivo (mit Mäusen) durchgeführt. Weiterhin soll die Ablagerung der Nanoteilchen im Lungengewebe modellhaft beschrieben werden. Die so gewonnenen Ergebnisse werden in ein weiteres Modell einfließen, mit dessen Hilfe man den Verbleib von Nanomaterialien aus Aerosolgemischen in der Luft prädiktiv berechnen kann. Die Finanzierung des Projekts erfolgt in Deutschland durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

www.bfr.bund.de



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