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09.03.2010

Mykotoxine – Herausforderung an Analytik und Lebensmittelsicherheit

Mykotoxine sind in Lebens- und Futtermitteln natürliche Kontaminanten, die von Schimmelpilzen gebildet werden. Sie stellen eine chemisch sehr heterogene Gruppe von mehr als 400 Verbindungen mit unterschiedlichen physikochemischen Eigenschaften dar. Kontaminierte Agrarerzeugnisse können gesundheitsgefährlich sein, da einige Toxine krebserzeugend, fruchtschädigend oder neurotoxisch wirken oder die normale Funktion des Immunsystems unterdrücken. Die Europäische Union hat für elf Mykotoxine Grenzwerte festgelegt. Bedingt durch die strukturelle Vielfalt der Verbindungen ist es nicht möglich, ein einziges Standardverfahren für die Analytik zu etablieren, sodass viele Analysenverfahren zur Bewältigung der gestellten Herausforderung notwendig sind. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) entwickelt zurzeit Analysenverfahren zur Multimykotoxin-Bestimmung, identifiziert Konjugate und Transformationsprodukte und arbeitet an der Herstellung von Referenzmaterialien. Für die quantitative Spurenanalytik bildet die Hochleistungsflüssigchromatographie in Kopplung mit Fluoreszenz- oder massenspektrometrischer Detektion das Rückgrat der Mykotoxinanalytik. In Kooperation mit externen Partnern weist die BAM auf die Mykotoxinproblematik hin und bietet zertifizierte Referenzmaterialien sowie effektive Analysenverfahren.



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