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Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft - Ausgabe 1/2-2006

Planspiele zu REACH

Die europäische Chemikalienverordnung wurde in etlichen Planspielen auf Praxiseignung getestet, die z. T. sehr unterschiedlich konzipiert waren. Vor diesem Hintergrund erscheint es zweckmäßig, aus den Planspielerfahrungen Lehren zu ziehen und für zukünftige vergleichbare Regulierungsvorhaben Qualitätskriterien aufzustellen. Ausgehend von den Erfahrungen im „NRW-Planspiel“ werden in der vorliegenden Arbeit Prüfsteine für eine Gute Planspielpraxis vorgeschlagen. Dies sind die Erhebung von Fakten statt Meinungen, die Möglichkeit einer Validierung durch Quervergleich von verschiedenen untersuchten Prozessen, die Beteiligung und Anhörung aller zukünftigen Akteure, die Erfassung und Dokumentation auch gegensätzlicher Standpunkte, die Erarbeitung konstruktiver Änderungsvorschläge und die Befolgung der Regeln der guten Dokumentationspraxis. In der anschließenden Darstellung des europäischen Planspiels „SPORT“ (Strategic Partnership on REACH-Testing) wird auch auf die Einhaltung der aufgestellten Qualitätskriterien für eine Gute Planspielpraxis eingegangen. Neben den methodischen Lehren konnte inhaltlich aus beiden Planspielen ein erheblicher Änderungsbedarf gegenüber dem REACH-Kommissionsvorschlag von 2003 abgeleitet werden.

Simulation exercises on REACH

The European Directive on the Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals has been tested in several simulation exercises based on a wide range of different concepts to test its suitability in practice. Against this backdrop, it appears quite appropriate to learn the lessons from these exercises and to formulate quality criteria for similar regulatory plans in the future. Beginning with the experience gained from the „NRW-Planspiel“ (the simulation exercise of the German state of North-Rhine Westphalia), the present paper recommends test criteria for good practice in future simulation exercises. This means recording facts rather than opinions, the possibility of validation using oblique comparisons of different processes studied, cooperation by and hearings of all future participants, records and documents of even contradictory points of view, production of constructive suggestions for changes and maintenance of the rules of solid documentary practice. The subsequent description of the European simulation „SPORT“ (Strategic Partnership on REACH-Testing) is also assessed in terms of how well the described quality criteria for establishing good practice in simulations are observed. Aside from the methodological lessons learned, the paper detects a considerable need for change in the content of the two simulation exercises in relation to the REACH Commission recommendations of 2003.

Autor(en):
Aulmann, W.; Wind, T.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft 1/2-2006, Seite 7-13
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