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Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft - Ausgabe 3-2006

Nachweis von arbeitsplatzbezogenen Aeroallergenen – Einsatz einer semi-quantitativen Schnelltestmethode

Die arbeitsplatzbezogene Allergenexposition stellt ein wesentliches Risiko für die Entstehung von berufsbedingten Allergien und/oder Berufsasthma dar. Für einen schnellen Nachweis der Allergenbelastung direkt am Arbeitsplatz wurden neue semi-quantitative Testverfahren entwickelt, die nach dem Prinzip des Lateral Flow Immuno Assay (LFIA) arbeiten. Diese Methode ist schnell und einfach durchzuführen, die Resultate sind innerhalb von Minuten sichtbar und leicht zu interpretieren. Dieser Beitrag beschreibt das Testprinzip der Methode und stellt den praktischen Einsatz der Assays am Beispiel der Messung von Maus- und Rattenurinallergenen in verschiedenen Bereichen einer Versuchstierhaltung vor. Die Ergebnisse zeigen, dass die Assays sensitiv genug sind, um geringe Allergenmengen in Staubextrakten zu detektieren. Somit können sie dazu beitragen, Allergenquellen zu lokalisieren und gezielte Strategien zur Reduktion der Allergenexposition zu entwickeln. LFIA sind außerdem geeignet, den Mitarbeitern die aktuelle Allergenbelastung an ihren Arbeitsplätzen zu demonstrieren, und somit auch in der Praxis für arbeitshygienische Maßnahmen einzusetzen. Weiterhin stellt dieseTestmethode ein gutes „Screening“-System für aufwändigere Expositionsuntersuchungen dar.

Detection of occupational aeroallergens – Application of a semi-quantitative rapid assay

Workplace-related allergen exposure is an important risk factor for the development of occupational allergy and asthma. New allergen specific semi-quantitative tests, Lateral Flow Immuno Assays (LFIAs), have been developed for the detection of occupational allergen exposure directly at the workplaces. These tests are quick and simple to perform, the results are visible within minutes and easily interpretable. In this article, the principle of LFIA is described and the practical application of the immunoassays for mouse and rat urinary allergens in a laboratory animal facility is presented. The results show that the sensitivity of the rapid tests is sufficient for the detection of small amounts of allergen in extracts from deposited dust. Thus they can help to reveal the allergen sources and to develop preventive and interventional measures. Furthermore, the LFIAs are especially suited for the direct on-site demonstration of allergen contaminations to staff members and, therefore, useful in occupational hygiene practice. This method is also a feasible screening system before starting extensive measurements of airborne allergens.

Autor(en):
Zahradnik, E.; Koets, M.; Sander, I.; Tolba, R.; Amerongen, A. van; Doekes, G.; Renström, A.; Brüning, T.; Raulf-Heimsoth, M.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft 3-2006, Seite 120-124
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