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Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft - Ausgabe 7/8-2006

Reduktionspotenziale verkehrsbeschränkender Maßnahmen in Bezug zu meteorologisch bedingten Schwankungen der PM10- und NOx-Immissionen

Die zurzeit geltenden Grenzwerte für PM10 können an vielen hoch belasteten Straßen der Ballungsräume Deutschlands nicht eingehalten werden. Rußfilter, zeitlich und räumlich begrenzte oder auf Fahrzeugklassen bezogene Fahrverbote, Geschwindigkeitsbeschränkungen und andere Maßnahmen sollen daher zu einer substantiellen Verringerung der Schadstoffbelastung führen. In diesem Beitrag wird die Wirkung der Minderungsmaßnahmen im Vergleich zu den meteorologisch bedingten Schwankungen der Schadstoffimmissionen anhand umfangreicher Auswertungen von Datensätzen des Bundeslandes Baden-Württemberg untersucht. Mit den Methoden des Datenscreenings kann gezeigt werden, dass im Gegensatz zu den NOx-Immissionen die PM10-Belastung im Wesentlichen durch die Meteorologie bestimmt wird. Damit ist auch die Standortcharakteristik, d. h. das lokale Austauschverhalten der Luft, die Depositionsbedingungen für die Feinstaubpartikeln und die Wiederaufwirbelung, von besonderer Bedeutung für die Interpretation der gemessenen PM10-Konzentrationen. Während die Stickoxidimmissionen durch lokale verkehrsbeschränkende Maßnahmen erheblich reduziert werden können, ist das Minderungspotenzial bezüglich der Feinstaubkonzentrationen eher gering.

Potential reduction of PM10 and NOx immissions through traffic restrictions in comparison to variations caused by meteorological conditions

The health limit values for PM10 concentration which are presently in force cannot be met on many heavily polluted streets in German conurbations. Soot filters, bans on motorised traffic during certain time periods and areas or for specific vehicle classes, speed limits and other measures are meant to lead to a substantial reduction of the pollution. This article compares the effects of the mentioned reduction measures to variations caused by meteorological conditions. The investigation is based on a comprehensive analysis of data sets recorded in the German state of Baden-Wurttemberg. Methods of data screening are used to show that the PM10 load is largely determined by meteorological conditions, which is not the case for NOx immissions. Site conditions are of particular importance for the interpretation of measured PM10 concentrations, i. e., the local exchange of air, the conditions for the disposition of particles as well as the resuspension. Nitrogen oxides may be significantly reduced by local traffic restrictions, whereas the reduction potential with regard to particulate matter concentrations is rather low.

Autor(en):
Klingner, M.; Sähn, E.; Anke, K.; Holst, T.; Rost, J.; Mayer, H.; Ahrens, D.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft 7/8-2006, Seite 326-334
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