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Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft - Ausgabe 6/2008

Occupational exposure limits in 25 member states of the EU

All 25 member states of the EU 2006 apply occupational exposure limit (OEL) regulations and provide OEL lists. All these OEL lists present thresholds referring to 8-hours-average concentrations. A clear tendency of harmonisation can be identified as far as it concerns the level of the limit values of commonly used substances. For some mostly smaller member states the EU indicative OELs (IOELV) function as a model. A trend to harmonization can also be noticed for the basic notations as for skin resorption, for skin irritating substances, allergic or sensitising substances and carcinogenic substances. No trend for harmonization could be identified for the total number of substances with OELs, for the large variety of special notations and the decision making process for non-health-based OELs. Concerning the legal character OEL systems of the member states even seem to disintegrate. The different OEL regulations feature definitions of the legal character as “binding”, “indicative”, “orientating” or “recommended” or even mixtures of these wordings. The practical use (quantity and quality) of the OELs, their impact in comparison to other risk reduction measures – as technical solutions, personal protective equipment, substitution or ban – has not been thoroughly studied in any member state so far.

Grenzwerte für Gefahrstoffe am Arbeitsplatz in 25 EU-Mitgliedstaaten

Alle 25 Mitgliedstaaten der EU-2006 wenden Vorschriften für Gefahrstoffgrenzwerte am Arbeitsplatz an und veröffentlichen entsprechende Grenzwertlisten. Die Grenzwerte in allen Listen sind Acht-Stunden-Mittelwerte der Stoffkonzentration. Für die Höhe der Grenzwerte häufig verwendeter Stoffe lässt sich ein Trend zur Harmonisierung erkennen. Einigen kleineren Mitgliedstaaten dienen die Richtgrenzwerte der EU als Vorbild. Ein Trend zur Harmonisierung lässt sich auch für die wichtigsten Bezeichnungen von Stoffen als z. B. hautresorptiv und hautreizend, allergen und sensiblisierend sowie krebserzeugend erkennen. Für die Anzahl der Stoffe mit Grenzwert, für die große Bandbreite besonderer Bezeichnungen und für die Festlegung nicht gesundheitsbasierter Grenzwerte hingegen zeigte sich keine Tendenz zur Vereinheitlichung. Der Rechtscharakter der Grenzwertsysteme verschiedener Mitgliedstaaten scheint sich sogar auseinander zu entwickeln. Grenzwerte werden als „verbindlich“, „hinweisend“, „orientierend“ oder „empfohlen“ bezeichnet, teils sogar unter Verwendung mehrerer dieser Bezeichnungen. Der quantitative und qualitative Nutzen von Gefahrstoffgrenzwerten, ihre Wirksamkeit im Vergleich zu anderen risikomindernden Maßnahmen wie technische Lösungen, Persönliche Schutzausrüstungen, Substitution oder Verbot wurde noch in keinem Mitgliedstaat gründlich untersucht.

Autor(en):
Schmitz-Felten, E.; Lißner, L.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft 6/2008, Seite 257-269
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