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Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft - Ausgabe 10/2009

Inhaltsstoffe von Passivrauch im abgelagerten Staub aus Gastronomiebetrieben

Zur Bewertung der Belastung von Beschäftigten in der Gastronomie durch Passivrauch – im angelsächsischen Sprachgebrauch als ETS (environmental tobacco smoke) bezeichnet – bietet sich u. a. die Bestimmung von Passivrauchbestandteilen in abgelagertem Staub an. Die Staubprobenahme wurde mit einem für diese Zwecke zertifizierten Staubsauger vorgenommen und die Konzentration von Nikotin sowie polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) analytisch bestimmt. Es zeigt sich, dass der Benzo[a]pyren-Gehalt der Stäube als Parameter für die langzeitliche Belastung durch ETS geeignet ist. Die Konzentration von Nikotin und auch Benzo[a]pyren in abgelagerten Stäuben wird außer von der Anzahl gerauchter Zigaretten, den Lüftungsverhältnissen und der Raumgröße von der Art des Bodenbelags in den untersuchten Räumen beeinflusst. Ein Vergleich mit Hintergrundwerten nach Brandsanierung zeigt, dass die PAK-Konzentration in abgelagertem Staub in Gasträumen weit unterhalb der für Industriebetriebe festgelegten Grenzen liegt.

ETS in dust from catering establishments

One method of assessing the impact of ETS (environmental tobacco smoke) on employees in the catering industry is to determine ETS elements in dust deposits. Dust samples were taken using a dust extractor certified for this purpose and the nicotine and PAH (polycyclic aromatic hydrocarbon) concentration was determined analytically. This shows that the benzo[a]pyrene content of dust is suitable as a parameter for the long-term impact of ETS. As well as the number of cigarettes smoked, ventilation conditions and room size, the concentration of nicotine and benzo[a]pyrene in dust deposits is also influenced by the type of floor covering in the rooms examined. A comparison with background levels after refurbishment following a fire shows that the PAH concentration in dust deposits in eating and drinking areas is well below the threshold values set for industrial companies.

Autor(en):
Andrejs, B.; Weigl, M.; Fauss, J.; Schuh, C.; Grieshaber, R.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft 10/2009, Seite 417-422
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