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Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft - Ausgabe 1-2/2010

Expositionen gegenüber Hydrophthalsäureanhydriden bei Tätigkeiten mit Epoxidharzen in der Elektrotechnik

In der Elektrotechnik werden epoxidharzhaltige Gießharze u. a. zur Herstellung von Kondensatoren, Spulen und Transformatoren eingesetzt. Als Härter dienen überwiegend Hydrophthalsäureanhydride. Diese Stoffe können Sensibilisierungen an den Atemwegen auslösen. Um das Ausmaß der Gefährdung zu ermitteln, führte die BG ETEM im Zeitraum von 2004 bis 2009 gezielt Messungen auf Hydrophthalsäureanhydride in der Luft an Arbeitsplätzen durch (Probenahme: XAD-2, Analytik: GC/FID). Für die vier untersuchten Hydrophthalsäureanhydride wurden Konzentrationen im Bereich von 0,01 bis zu 0,60 mg/m³ ermittelt. Grenzwerte für diese Stoffe existieren zurzeit nicht, allerdings gibt es Hinweise in der Literatur, dass bei Konzentrationen > 0,050 mg/m³ erhöhte Sensibilisierungsraten bei Beschäftigten auftraten. Zieht man diesen Wert zur Expositionsbeurteilung heran, so findet man Arbeitsbereiche, in denen diese Konzentration überschritten wird. Zum Schutz der Beschäftigten sind Schutzmaßnahmen erforderlich, die im Einzelnen beschrieben werden.

Exposure to hydrophthalic acid anhydrides during work with epoxy resins in electrical engineering

In electrical engineering, casting resins containing epoxy resin are used among other things in the production of capacitors, coils and transformers. Hydrophthalic acid anhydrides are mainly used as the hardeners. These substances may trigger sensitization of the respiratory organs. To determine the extent of the risk, the BG ETEM (BG for energy, textiles, electrical engineering and media products) conducted controlled measurements of hydrophthalic acid anhydrides in the air at workplaces from 2004 to 2009 (sampling XAD-2, analysis GC/FID). For the four investigated hydrophthalic acid anhydrides, concentrations ranging from 0.01 to 0.60 mg/m³ were found. Limit values are not currently available for these subjects, although there is evidence in the literature that concentrations exceeding 0.050 mg/m³ have given rise to elevated sensitization rates among employees. If this value is referred to for an assessment of exposure, work areas can be identified in which this concentration is exceeded. Measures should be taken to protect employees. These are described in detail.

Autor(en):
Auth, T.; Böckler, M.; Fendler, D.; Hennig, M.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft 1-2/2010, Seite 13-16
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