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Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft - Ausgabe 04-2001

Überprüfung der Effektivität des persönlichen Körperschutzes gegen Schwefelkohlenstoffexpositionen mittels Biologischen Monitorings

Im Rahmen einer arbeitsmedizinischen Studie wurde die Effektivität von persönlichen Körperschutzmaßnahmen gegen die Exposition mit Schwefelkohlenstoff (CS2) untersucht. Dazu wurden für 325 männliche CS2-exponierte Beschäftigte die Angaben zu persönlichen Schutzmaßnahmen den Ergebnissen der relativen inneren Belastung (RIB-Index) gegenüber gestellt. Der RIB-Index wurde durch den Bezug des biologischen Belastungsparameters (Thiothiazolidincarbonsäure in Urin) auf personengebundene Luftmesswerte ermittelt. Die Ergebnisse zeigten einen eindeutigen protektiven Effekt durch den Einsatz von Atemschutzmasken, die i. d. R. mit Frischluftzufuhr ausgerüstet waren. Kein Schutzeffekt war durch die Verwendung von Schutzhandschuhen in Bezug auf die CS2-Resorption zu erkennen. Dagegen zeigte sich für die regelmäßige Anwendung von Hautschutzsalben eine Tendenz zu einer Verringerung der CS2-Aufnahme. Die Ergebnisse der Studie geben Anlass, die Anwendung des Biologischen Monitorings zur Beurteilung der Effektivität von persönlichen Körperschutzmaßnahmen in der Praxis mit Blick auf eine Steigerung der Primärprävention zu empfehlen.

Examination of the efficiency of personal protective measures against carbon disulphide exposure by biological monitoring

Within an occupational-medical study the efficiency of individual protective measures against the exposure to carbon disulphide (CS2) was investigated. The statements about the use of personal protective measures of 325 male CS2 exposed employees were compared with the results of the relative internal exposure (RIB index). The RIB index was determined as the quotient of the biological exposure marker (thiothiazolidinecarboxylic acid in urine) and the personal ambient exposure to CS2. The results showed a distinct protective effect of the use of breathing masks, which were regularly worn with fresh air stream. No effect on the resorption of carbon disulphide was observed for the use of protective gloves. On the other hand, a tendency to a reduction of CS2 uptake was recognized by the frequent application of skin protective creams. The results of the study prompts the recommendation to use biological monitoring for assessing the efficiency of personal protective measures in practice with a view to an improvement of primary prevention.

Autor(en):
Göen, T.; Korinth, G.; Drexler, H.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft 04-2001, Seite 149
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