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Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft - Ausgabe 11-12/2012

Herstellung eines Aerosols aus Biopartikeln zur Abschätzung des Rückhaltevermögens von Filtermasken gegenüber Viren

Partikelfiltrierende Halbmasken werden bislang nur sehr selten unter dem Aspekt íhrer Abscheidungsleistung gegenüber luftgetragenen Organismen im Größenbereich von Viren (20 bis 300 nm) untersucht. Die MPPS (most penetrating particle size) von gängigen Filtermaterialien liegt üblicherweise bei 100 bis 300 nm. Diese Partikelgrößen werden weder durch Diffusion noch durch ihre Massenträgheit besonders gut abgeschieden. Bisher gibt es keine Standardverfahren zur Messung des Rückhaltevermögens gegenüber Bioaerosolen dieser Größenklasse. Deshalb basieren Empfehlungen für die Wahl der Filterklasse von Atemfiltermasken als Maßnahme gegenüber atemluftgetragenen Viren bisher nur auf „Erfahrungswerten“, nicht jedoch auf objektiven Messverfahren zur Bestimmung des Filterleistungsvermögens gegenüber luftgetragenen Organismen dieser Größenordnung. Voraussetzung für die Entwicklung eines entsprechenden Standardmessverfahrens ist die Herstellung eines Aerosols aus ultrafeinen Biopartikeln, die im Folgenden beschrieben wird. Untersuchungen an je einer Filtermaske der Klassen FFP 1, FFP 2 und FFP 3 von vier Herstellern haben gezeigt, dass erwartungsgemäß zwischen den Filterklassen deutliche Unterschiede im Rückhaltevermögen existieren. Jedoch auch innerhalb der jeweiligen Filterklasse wurden teilweise signifikant unterschiedliche Filterleistungen gegenüber Virenaerosol ermittelt.

Production of an aerosol from bioparticles to estimate the retention capacity of anti-viral filter masks

So far, particle-filtering half masks have been studied only very rarely for their efficiency in retaining airborne organisms in the virus size range (20 to 300 nm). The most penetrating particle size (MPPS) of conventional filter materials usually ranges from 100 to 300 nm. These particle sizes cannot be readily separated either by diffusion or on the basis of their mass inertia. So far there has been no standard method for the measurement of retention capacity for bioaerosols in this size class. Recommendations for the choice of filter class of breathing filter masks worn as protection from airborne viruses are therefore based only on „values derived from experience“ and not on objective measuring methods to determine the filter efficiency for airborne organisms of this size. The development of a suitable standard measuring method depends on the production of an aerosol of ultrafine bioparticles, as described in the following. Studies of in each case one filter mask of classes FFP 1, FFP 2 and FFP 3 from four manufacturers have shown that, as expected, major differences in the retention capacity exist between the filter classes. Even within a single filter class, the differences in filter efficiency for virus aerosol were found to be significant in some cases.

Autor(en):
Helmke, G.; Ahlert, B.; Müller, K. W.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft 11-12/2012, Seite 489-493
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