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Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft - Ausgabe 6/2015

Lidar-Techniken zur entfernungsaufgelösten Fernmessung atmosphärischer Größen und erste technische Regeln zu diesen neuen Messverfahren

Lidar-Techniken sind Messverfahren zur entfernungsaufgelösten Bestimmung von Bestandteilen der Atmosphäre wie Wolken, Aerosolpartikel und Spurengase sowie von Zustandsparametern der Atmosphäre wie Temperatur und Wind. Die Lidar-Verfahren basieren auf der Wechselwirkung von (zuvor ausgesandter) gepulster elektromagnetischer Strahlung mit den atmosphärischen Volumina und der darauffolgenden zeitaufgelösten Detektion der rückgestreuten Strahlung. Im Beitrag werden die drei Lidar-Richtlinien und die gegenwärtig sich in Bearbeitung befindende Richtlinie „Rückstreu-Lidar“ vorgestellt. Als Beispiel der Nutzung von Lidar-Geräten wird die Bestimmung der Massenkonzentrationen in den abgehobenen Aschewolken genannt, die vom isländischen Vulkan Eyjafjallajökull 2010 über Europa advehiert wurden. Damit verbunden werden zunehmend Lidar-Techniken durch „Nicht-Lidar-Experten“ und im Routinebetrieb eingesetzt, was die Erarbeitung weiterer Lidar-Richtlinien erforderlich macht.

Lidar techniques for range resolved remote sensing of atmospheric parameters and first standards for these new measuring methods

Lidar techniques are measuring methods for range resolved determination of atmospheric constituents such as clouds, aerosol particles, trace gases and atmospheric state parameters such as temperature and wind. Lidar techniques are based on the interaction of (previously emitted) pulsed electromagnetic radiation with the atmosphere and the subsequent time resolved detection of the backscattered radiation. In this paper, three existing lidar standards and one standard on backscatter lidar that is currently elaborated are briefly introduced. As an example of use of lidar systems, the determination of the mass concentrations in ash clouds, which were advected over Europe by the Icelandic volcano Eyjafjallajökull in 2010 are mentioned. Also associated with this, lidar techniques are more often used by „non lidar experts“ and in routine operation, making the development of further lidarstandards mandatory.

Autor(en):
Althausen, D.; Emeis, S.; Behrendt, A.; Jäckel, S.; Münkel, C.; Wiegner, M.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft 6/2015, Seite 235-240
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