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Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft - Ausgabe 6/2015

Formaldehyd in der vorklinischen medizinischen Ausbildung (Anatomie)

Formaldehyd wird in medizinischen Bereichen, wie Pathologie, Human- und Veterinäranatomie, zur Fixierung, Konservierung und Lagerung von humanem oder tierischem Gewebe eingesetzt. Der Ausschuss für Gefahrstoffe hat im November 2014 für Formaldehyd einen Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) verabschiedet, der auch für Arbeitsplätze in anatomischen Instituten an deutschen Universitäten gilt, aber nicht immer eingehalten wird. Überschreitungen des AGW treten sowohl bei der Fixierung der Körperspenden als auch im anatomischen Praktikum auf. Es sind technische und organisatorische Maßnahmen zu treffen, da für eine Substitution von Formaldehyd nur beschränkte Möglichkeiten bestehen. Nach umfangreichen Ermittlungen wurde festgestellt, dass die Erfassung der Gefahrstoffe mittels abgesaugter Präpariertische sowie raumlufttechnische Maßnahmen unabdingbar sind. Beide Systeme müssen gut aufeinander abgestimmt sein, daher ist ein hier in Ansätzen skizziertes Forschungsvorhaben notwendig.

Formaldehyde in preclinical medical training (anatomy)

Formaldehyde is used in areas of medicine, such as pathology, human and veterinary anatomy, for fixing, preserving and storing human and animal tissue. In November 2014, the German Hazardous Substances Committee established an occupational exposure limit value for formaldehyde that also applies to workplaces in anatomical institutes of German universities, although it is not always complied with. The occupational exposure limit value is exceeded both during the fixing of donated bodies and in practical anatomy teaching. Technical and organisational measures have to be taken, as the scope for substituting formaldehyde is limited. After extensive investigations, the collection of hazardous substances with the aid of extractors integrated in preparation tables and with ventilation was found to be absolutely essential. Since the two systems must be mutually compatible, a research project, as briefly outlined here, is necessary.

Autor(en):
Thullner, I.; Stockmann, R.; Hohenberger, L.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft 6/2015, Seite 219-228
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