Verlag > Gefahrstoffe - Reinhaltung der Luft > Artikel
   

Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft - Ausgabe 10/2015

Nichtmesstechnische Expositionsermittlung im Vergleich: Auswertung von Expositionsdaten aus MEGA und Expositionsabschätzung mit dem GESTIS-Stoffmanager

Praxisbeispiel Spritzlackieren

Wichtige Anwendungen nichtmesstechnischer Expositionsermittlungen sind die Quantifizierung der Expositionssituation gegenüber Gefahrstoffen bei Gefährdungsbeurteilungen und die Rekonstruktion vergangener Expositionssituationen bei Ermittlungen in Berufskrankheitsverfahren. Die Technische Regel für Gefahrstoffe 402 nennt als Möglichkeiten zur nichtmesstechnischen Expositionsermittlung die Übertragung von Ergebnissen vergleichbarer Arbeitsplätze oder Berechnungen. Im Rahmen dieser Veröffentlichung werden diese beiden Möglichkeiten am Praxisbeispiel eines Airless-Spritzlackierarbeitsplatzes verglichen. Statistische Auswertungen von Daten zu Messungen an vergleichbaren Arbeitsplätzen aus der IFA-Expositionsdatenbank MEGA werden Berechnungen in Form von Expositionsabschätzungen mit dem GESTIS-Stoffmanager gegenübergestellt. Die gute Übereinstimmung der Ergebnisse beider Methoden verdeutlicht, dass der GESTIS-Stoffmanager, falls keine historischen Expositionsdaten vorhanden sind, zur nichtmesstechnischen Ermittlung der Expositionshöhe bei der Rekonstruktion vergangener Expositionssituationen genutzt werden kann.

Comparison of non-instrumented methods of determining exposure: interpretation of exposure data from MEGA and exposure estimation by means of the GESTIS Stoffmanager – practical example of spray-painting

Abstract Significant applications of non-instrumented methods for the determining of exposure are quantification of the exposure to hazardous substances during risk assessments, and the reconstruction of historical exposure conditions during investigations into reported cases of occupational disease. The TRGS 402 technical rules for hazardous substances refer to the extrapolation of results from comparable workplaces and to calculations as possible non-instrumented methods for determining exposure. This paper compares these two methods with reference to the practical example of an airless spray-painting workplace. Statistical evaluations of data from measurements conducted at comparable workplaces, taken from the IFA’s MEGA exposure database, are compared here with calculations in the form of estimations of exposure made with the GESTIS Stoffmanager (substance manager). The close correlation between the results from the two methods of exposure assessment shows that where legacy exposure data are not available, the GESTIS Stoffmanager is suitable for determining the level of exposure by non-instrumented means during the reconstruction of historical exposure situations.

Autor(en):
Arnone, M.; Van Gelder, R.; Koppisch, D.; Gabriel, S.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft 10/2015, Seite 395-401
Sie können diese Ausgabe gerne bei uns bestellen.


IMPRESSUM  |  DATENSCHUTZ  |  © VDI Fachmedien & Co. KG 2019