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Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft - Ausgabe 9/2016

Behandlung nanomaterialhaltiger Abfälle in thermischen Abfallbehandlungsanlagen

Derzeit befindet sich eine Vielzahl von Produkten auf dem Markt, die synthetische Nanomaterialien (NM) enthalten. In den kommenden Jahren ist mit einem weiteren Anstieg zu rechnen. Folglich werden vermehrt Abfälle mit einem erhöhten Anteil an Nanomaterialien anfallen, die zu großen Teilen in thermischen Abfallbehandlungsanlagen behandelt werden. Allerdings ist der Kenntnisstand über den Verbleib von nanomaterialhaltigen Abfällen bei diesem Entsorgungspfad gering. Dies wurde zum Anlass genommen, um innerhalb des dreijährigen Projekts des Umweltbundesamtes „Untersuchung möglicher Umweltauswirkungen bei der Entsorgung nanomaterialhaltiger Abfälle in Abfallbehandlungsanlagen“ die Emissionspfade bei der thermischen Abfallbehandlung eingehend zu untersuchen. Die Untersuchungen, die u.a. an einer großtechnischen Müllverbrennungsanlage und einer Klärschlammverbrennungsanlage mit gezielter Zugabe von Nanotitandioxid durchgeführt wurden, ergaben, dass keine erhöhten Emissionen an NM im Abgas festgestellt wurden. Der Großteil der NM fand sich in den Verbrennungsrückständen, insbesondere der Schlacke wieder.

Treatment of nanomaterial-containing waste in thermal waste treatment facilities

There is already a multitude of products on the market, which contain synthetic nanomaterials (NM), and for the coming years an increase of such products can be expected. Consequently, it is predictable that more nanomaterial-containing waste will occur in the residual waste that is predominately disposed in thermal waste treatment plants. However, the knowledge about the behaviour and effects of nanomaterials from nanomaterial-containing waste in this disposal route is currently still low. A research project of the German Environment Agency on the “Investigation of potential environmental impacts when disposing nanomaterial-containing waste in waste treatment plants” will therefore dedicate itself to a detailed examination of emission pathways in the thermal waste treatment facilities. The tests carried out i.a. on an industrial waste incineration plant and a sludge incineration plant with controlled addition of titanium dioxide at the nanoscale, showed that no increase in the emissions of NM in the exhaust gas was detected. The majority of the NM was found in the combustion residues, particularly the slag.

Autor(en):
Vogel, J.; Weiss, V.; Oischinger, J.; Daschner, R.; Meiller, M.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft 9/2016, Seite 331-337
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