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Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft - Ausgabe 9/2017

Kohlenmonoxid aus Holzpellets: Ermittlung und Beurteilung von Expositionen in Lagern entlang der Logistikkette

Aus frischen Holzpellets entweicht, bedingt durch einen Autoxidationsprozess, Kohlenmonoxid (CO), ein Gas, das zu schweren Vergiftungen führen kann, wenn Beschäftigte für Reparaturen, Kontrollgänge oder Reinigungsarbeiten Lagerstätten von Holzpellets betreten. Die Unfallversicherungsträger führten zusammen mit dem Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) ein Messprogramm durch, um die CO-Konzentrationen entlang der gesamten Logistikkette in Lagern und Silos beim Hersteller, beim Handel und beim Endverbraucher messtechnisch zu ermitteln. Insgesamt erfolgten in 26 Betriebsstätten mehr als 250 Messungen. Die Ergebnisse belegen, dass bei Lagerungen von frischen Holzpellets CO-Konzentrationen oberhalb des Grenzwertes von 35 mg/m3 vorliegen können. Die Messwerte in Arbeitsbereichen, die an die Silos angrenzen, und auch bei Lagerungen in loser Schüttung lagen unterhalb des Grenzwertes. Im Vergleich zu den Silos bei Herstellern und im Handel sind die Füllmengen in den Lagerräumen der Endverbraucher deutlich geringer und die eingelagerten Pellets älter. Dies erklärt, dass ein Teil der CO-Messwerte beim Endverbraucher unterhalb der Nachweisgrenze der eingesetzten Messgeräte lag.

Carbon monoxide from wood pellets: determining and assessing exposure in stores along the logistics chain

Carbon monoxide (CO) is a gas that escapes from fresh wood pellets as a result of an autoxidation process. It can lead to severe poisoning when workers enter wood pellet storage areas in order to carry out repairs, inspections or cleaning work. Together with the Institute for Occupational Safety and Health of the German Social Accident Insurance (IFA), the accident insurance institutions conducted a programme of measurements in order to determine CO concentrations along the entire logistics chain in stores and silos at manufacturers’ premises, in trade businesses and at the end users‘ premises. Altogether, over 250 measurements were performed at 26 sites. The results show that CO concentrations above the limit of 35 mg/m3 may arise where fresh wood pellets are stored. The values measured in working areas adjacent to silos and when wood pellets are stored in loose bulk lay below the limit. Compared to silos at manufacturers‘ premises and in trade busi‧nesses, the quantities held in stores at end users‘ premises are substantially lower, and the pellets stored older. This explains why some of the CO measurements at the end users‘ premises lay below the detection limit of the instruments used.

Autor(en):
Auras, S.; Weiß, R.; Feihle, G.; von der Heyden, T.; Gabriel, S.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft 9/2017, Seite 363-370
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