Verlag > Gefahrstoffe - Reinhaltung der Luft > Artikel
   

Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft - Ausgabe 10/2017

Sind Arbeitsplatzgrenzwerte für Partikelkonzentrationen machbar?

Ultrafeine Partikel (UFP) aus beispielsweise Dieselabgasen oder Schweißrauchen bergen ein hohes gesundheitliches Risiko, da sie in den Atemtrakt gelangen und die Blut-Hirn-Schranke überschreiten können. Der maximale Durchmesser liegt bei 100 nm. Daher kann ein Großteil der Partikel mit den konventionellen gravimetrischen oder opazimetrischen Messmethoden gar nicht erfasst werden. Wichtig für die zukünftige Festlegung eines Grenzwertes der Partikelanzahlkonzentration ist neben einer einheitlichen Messtechnik auch die Erfassung der Hintergrundbelastung. Dazu wurden sowohl Messungen im Außen- und Innenbereich als auch von Partikelemissionen bei Schweißverfahren und in Autoabgasen vorgenommen. Die Ergebnisse zeigen, dass eine einheitliche Bewertung schwierig ist, da es in der Außenluft zu jahreszeitlichen und klimatischen Schwankungen der Partikelkonzentration kommt und auch an Schweißarbeitsplätzen eine inhomogene Grundbelastung vorliegt.

Are workplace limits for particle concentrations feasible?

Ultrafine Particles (UFP) from, for example, diesel engine exhausts or welding smoke pose a large risk to human health since they can enter into the respiratory tract or even overcome the blood-brain barrier. The maximum diameter is 100 nm. Therefore, a large part of the particulate content cannot be identified by conventional gravimetric or opacimetric measuring techniques. For the future regulatory setting of limit values of the particle concentration both, the standard measuring technique and the registration of ambient particle load have to be specified. Therefore measurements of the particle emission indoor and outdoor and as well from welding and vehicle engines were performed. The results reveal the difficulties of a standard evaluation, as the outdoor particle concentration in the air is subject to seasonal and climatic variations and welding fumes from working places are met at considerable variations of the background level.

Autor(en):
Kunde, V.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft 10/2017, Seite 421-426
Sie können diese Ausgabe gerne bei uns bestellen.


IMPRESSUM  |  DATENSCHUTZ  |  © VDI Fachmedien & Co. KG 2020