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Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft - Ausgabe 11-12/2018

Betriebliche Ermittlung der Gefahrstoffexposition beim Schleifen, Bürsten und Polieren von hochlegierten Stählen

Im Rahmen eines messtechnischen Projektes der Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) wurde die Gefahrstoffexposition der Beschäftigten beim Schleifen, Bürsten und Polieren hochlegierter Stähle unter betrieblichen Bedingungen ermittelt. Die untersuchten Werkstoffe waren Chrom-Nickel-Stähle, Nickelbasislegierungen sowie Chromstähle. Die Auswertung zeigt, dass die Chrom(VI)-Konzentration größtenteils unterhalb der analytischen Bestimmungsgrenze (BG) liegt und damit der risikobasierte Beurteilungsmaßstab (BM) von 0,001mg/m³ eingehalten wird. Nur bei bestimmten Arbeitssituationen, beispielsweise bei der Verwendung schnell laufender Werkzeuge oder bei einem hohen Anteil von Trenn- und Trockenschleifarbeiten mit Funkenbildung, wurden Expositionen oberhalb der BG bzw. der BM nachgewiesen. Die Messwerte für Nickel und seine Verbindungen hingegen liegen – sowohl in der alveolengängigen als auch in der einatembaren Staubfraktion – bei einer Vielzahl der Messungen oberhalb des BM. Bei der Gefährdungsbeurteilung derartiger Arbeitsplätze und der Ableitung von Schutzmaßnahmen ist daher besonders auf eine mögliche Nickelexposition der Beschäftigten zu achten.

Site measurements of workplace exposure to hazardous substances during grinding, brushing and polishing of high-alloy steels

The exposure of workers to hazardous substances during grinding, brushing and polishing of high-alloy steels was determined under workplace conditions in a measurement project conducted by the German Social Accident Insurance Institution for the woodworking and metalworking industries (BGHM). The materials studied were chromium-nickel steels, nickel-based alloys and chromium steels. Analysis of the results shows that in most cases, the chromium(VI) concentration lies below the analytical limit of quantitation (LOQ), and that the risk-based assessment criterion of 0.001mg/m³ is therefore observed. Only during certain work situations, such as the use of tools running at high speeds or where a high proportion of cutting and dry-grinding work with spark generation was involved, were exposure levels above the limit of quantitation or the assessment criterion demonstrated. By contrast, values above the assessment criterion were measured for nickel and its compounds in many cases, in both the respirable and inhalable dust fractions. Particular attention must therefore be paid during the risk assessment of such workplaces and the formulation of protective measures to possible exposure of the workers to nickel.

Autor(en):
Bünning, G.; Poppe, M.; Pucknat, U.; Tigler, A.; Weiß, R.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft 11-12/2018, Seite 431-437
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