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Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft - Ausgabe 7-8/2018

Die prüfkammergestützte Geruchsemissionsbewertung von Produkten

Statistischer Vergleich empirischer Geruchskennwerte eines Kollektivs aus olfaktorisch untrainierten, potenziellen Marktkonsumenten und erfahrenen Geruchsprüfern sowie Beziehung zwischen Geruchsintensitäts- und Akzeptanzwerten

Geruchsemissionen an in Verkehr gebrachten Konsumgütern beeinflussen in erheblichem Maße die Kaufentscheidung von Konsumenten. Insbesondere produktbezogene Geruchsauffälligkeiten können eine erhöhte Reklamationsfrequenz provozieren und für den Hersteller bzw. den Inverkehrbringer eine zusätzliche, jedoch vermeidbare wirtschaftliche Belastung erzeugen. Folglich kann die präventive Geruchsbewertung eines Produktes vor dem Vermarktungsprozess ein geeignetes Instrument darstellen, um ökonomische Risiken zu minimieren und Marktauffälligkeiten bei Behördenüberprüfungen zu vermeiden. Eine unter standardisierten Bedingungen vorgenommene olfaktorische Bewertung durch geruchserfahrene Prüfer sollte unter den Gesichtspunkten ihrer Reproduzier- und Übertragbarkeit auf eine konsumentenspezifische Geruchsempfindung belastbar sein. Im Rahmen eines Feldversuches wurden unterschiedliche Produkte mit abgestuften Geruchsintensitäten einer Geruchsbewertung durch ein untrainiertes Probandenpanel unterzogen. Die Ergebnisse dieser Erhebung spiegeln stellvertretend die potenzielle Geruchseinschätzung durch Marktkonsumenten wider und belegen, dass unter Einsatz eines Kollektives untrainierter Probanden größerer Probandenzahl gut übereinstimmende Geruchsintensitätsmittelwerte im Vergleich zu einem olfaktorisch geschulten Panel kleinerer Personenzahl erzielt werden können. Weiterhin wird eine Betrachtung über den Zusammenhang zwischen den nach RAL-GZ-430-Prüfmethode ermittelten Geruchsintensitätswerten und deren Akzeptanzbewertung angestellt. Die Datenanalyse dieser Untersuchungen zeigte, dass Geruchsintensitätswerte nach RAL-GZ-430-Prüf- und Bewertungsansatz im Bereich einer schwachen bis deutlichen Geruchswahrnehmung (Wertelage 2,5) bereits mit negativen Akzeptanzwerten assoziiert sein können.

Test chamber based odour emission assessment of products – Statistical comparison of empiric odour data due to a collective of olfactory untrained potential market consumers and odour evaluation experienced panelists, and relation of odour intensity and a

Odour emissions of marketed products influence distinctly consumers’ purchase willingness. Actually, product related odour findings may provoke an increased frequency of complaints, and for the manufacturer or marketing agent an additional but preventable economic burden. Consequently, a preventive product odour assessment can represent an appropriate approach to minimize economical risks, and to prevent findings of market surveillance bodies after product placement. From point of view of reproducibility and an expected adaptation to a consumer’s similar olfactory impression, a performed and standardized odour assessment ought to be expressive and reliable. In the scope of a field trial different products with scaled odour intensities have been evaluated by an untrained panel of test persons. The results of this study representatively reflect the potential odour impression of market consumers, and indicate that odour intensity mean values establishing two different panels consisting of untrained test persons characterized by a larger panel size in comparison to olfactory trained panelists of minor collective extent result considering as coincident. Moreover, the relation of odour intensity values based on RAL-GZ 430 test method and their corresponding acceptance findings is illustrated. The data analysis of this study reveals that odour intensity values respecting RAL-GZ 430 test and evaluation scheme ranging between a weak and distinct odour impression (intensity mean value 2.5) may be already associated with negative acceptance findings.

Autor(en):
Galinkina, J.; Alexiadi, M.; Hahn, M.; Mendrok, V.; van Severen, A.; Wurzer, A.; Schelle, C.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft 7-8/2018, Seite 287-299
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