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Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft - Ausgabe 9/2018

Zur Exposition in der Klauenpflege bei Antibiotikaapplikation im Sprühverfahren

In der landwirtschaftlichen Tierhaltung werden für die Behandlung bakterieller Infektionen der Tiere Antibiotika eingesetzt. Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung solcher Arbeitsplätze ist es deshalb notwendig, die Exposition der Beschäftigten gegenüber diesen Medikamenten zu bewerten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Exposition oft unregelmäßig sowie in geringen Dosen geschieht und die Wirkstoffe sowohl inhalativ als auch dermal und oral aufgenommen werden können. Diese Beschreibung trifft in besonderer Weise für die Anwendung von Antibiotikasprays während der Klauenpflege bei Rindern zur Behandlung von Klaueninfektionen zu. In dieser Studie wurde die Exposition der Beschäftigten mit Biomonitoring untersucht. Dazu wurden im 24-Stunden-Sammelurin die Wirkstoffe der Antibiotikasprays Chlortetracyclin und Oxytetracyclin analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Exposition sehr empfindlich nachgewiesen werden kann. Eine erhöhte Gesundheitsgefährdung durch die systemische Belastung konnte jedoch nicht abgeleitet werden.

On the exposure of claw trimmers during the application of antibiotic sprays

In animal farming antibiotics are used for treatment of bacterial infections in animals. For risk assessment of these workplaces, it is necessary to evaluate the employees’ exposure to these medicals. Approaches for exposure assessment need to integrate high variability and detection limits for low exposure scenarios, as well as inhalative, dermal and oral uptake. This is foremost relevant in hoof care of cattle, where antibiotic sprays are used to treat infected claws. The aim of this study was to assess the employees’ exposure by biomonitoring. For that purpose, the antibiotics chlortetracycline and oxytetracycline were analyzed in urine collected for 24 hours by the employees. The results show that the analysis of antibiotics in urine is extremely sensitive. Nevertheless, an elevated health risk resulting from systemic exposure could not be derived.

Autor(en):
Paul, R.; Berger, M.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft 9/2018, Seite 348-352
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