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Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft - Ausgabe 11-12/2019

Grenzwertsetzung in der EU – REACH und Arbeitsschutz wachsen zusammen

Grenzwerte für Gefahrstoffe haben eine wichtige Funktion bei der Beurteilung von Bedingungen am Arbeitsplatz. Auf europäischer Ebene werden Arbeitsplatzgrenzwerte als Richtgrenzwerte oder bindende Grenzwerte auf der Grundlage der Agenzienrichtlinie und der Krebsrichtlinie abgeleitet. Mit Inkrafttreten der REACH-Verordnung kam eine neue Gruppe von Beurteilungsmaßstäben für Arbeitsplätze hinzu. Diese Beurteilungsmaßstäbe werden als Derived No Effect Level (DNEL) bezeichnet. Es handelt sich um Expositionsgrenzwerte, bei deren Einhaltung die menschliche Gesundheit geschützt ist. Das Zusammenwirken beider Rechtsbereiche (Arbeitsschutz und REACH) bei der Grenzwertsetzung war anfangs ungeklärt. Der Beitrag erläutert die Historie und den aktuellen Stand im Verhältnis von REACH und Arbeitsschutz. Dabei stehen die Grenzwertsetzung selbst und die Verknüpfung mit anderen regulatorischen Maßnahmen für den Schutz der Beschäftigten bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen im Vordergrund.

Setting limit values in the EU – REACH and occupational safety and health grow together

Limit values for hazardous substances have an important function in the assessment of conditions at the workplace. At the European level, occupational exposure limit values are derived as indicative limit values or binding limit values on the basis of the Chemical Agents Directive and the Carcinogens and Mutagens Directive. With the entry into force of the REACH Regulation, a new group of assessment standards for workplaces was added. The new assessment standards are known as Derived No Effect Levels (DNELs). These are exposure limit values that protect human health if complied with. The interaction of both legal areas (occupational safety and health (OSH) and REACH) in setting limit values was initially unclear. The article explains the history and current status of the link between REACH and OSH. The focus here is on setting limit values themselves and linking them with other regulatory measures for the protection of employees in activities involving hazardous chemicals.

Autor(en):
Pipke, R.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Gefahrstoffe- Reinhaltung der Luft 11-12/2019, Seite 403-407
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