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05.11.2018

Grube Teutschenthal erläutert Messergebnisse

Die Grube Teutschenthal (GTS) ist wieder in den Fokus der Anlieger geraten. Aus der knapp 5 Kilometer von dem Stadtteil "Halle-Neustadt" entfernten Untertagedeponie sollen Gerüche ausgehen, die von der Bevölkerung als starke Belästigung empfunden werden.

Unterdessen steht die Politik vor einem Dilemma. Mehrere Versuche das Wohngebiet Halle- Neustadt vor bergwerksbedingte Erschütterungen zu schützen, waren zuvor misslungen. Erst seit Übernahme der Verantwortung durch die Geiger-Gruppe werden erste Erfolge sichtbar. Seitens GTS werden als Versatzstoffe Abfälle aus der Rauchgasreinigung von Verbrennungsanlagen (hauptsächlich Stäube), Schlacken und Aschen von Verbrennungsanlagen, kontaminierte Bauabfälle (Boden, Bauschutt, etc.), Abfälle aus Behandlungsanlagen (vorgemischte Abfälle, abgereinigte Böden, etc.), Produktionsabfälle aus der Industrie in flüssiger, pastöser und fester Form sowie Schlämme aus der Reinigung der Industrieabwässer genannt.

Seit Beginn der Geruchssituation in Angersdorf setzt die Grube Teutschenthal (GTS) in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt (LAGB) Schritte zur Aufklärung und Lösung der Geruchssituation um. So wurde eine Vielzahl von Messungen und Untersuchungen zur Ursachenfindung in Auftrag gegeben, um Entscheidungen für das weitere Vorgehen treffen zu können. Die Ergebnisse der Messungen und Untersuchungen liegen nun vor. Das von der GTS beauftrage Messunternehmen Müller- BBM führte Messungen untertage durch und überprüfte die Abluftqualität am Austrittsschacht in Angersdorf.

Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass die gemessenen Werte untertage und am Austrittsschacht in Angersdorf unter den hierfür maßgeblichen Grenzwerten liegen und daher ein langfristiger Gesundheitsschutz für die Bevölkerung gewährleistet ist. Die akute Gesundheitsgefährdung konnte bereits früher ausgeschlossen werden. Zudem wurden in Abstimmung mit dem LAGB weitere Geruchsminderungsmaßnahmen geprüft und erforderliche Genehmigungen bereits eingereicht. So ist beispielsweise eine Geruchseliminierungsanlage vorgesehen, die bereits im Laufe des Novembers in den Testbetrieb geht. Daneben unterliegt die GTS einem umfassenden und zu jedem Zeitpunkt strikt umgesetzten Überwachungsprogramm durch die zuständige Behörde LAGB.

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