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08.01.2019

Moderne Pollenmessungen helfen Allergikern und Asthmatikern

Das elektronische Polleninformationsnetzwerk (ePIN) in Bayern startet im Frühjahr 2019 seinen Betrieb. Es wird das weltweit erste seiner Art sein. Gute Nachricht für Pollenallergiker und Asthmatiker: In der Pollensaison 2019 gibt es damit aktuellere und genauere Echtzeitdaten zum Pollenflug in Bayern.

Ab dem Frühjahr kann jeder Bürger die aktuelle Pollenbelastung standort- und pollenspezifisch online über das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) abrufen. Aufgrund dieser aktuellen Messdaten durch ePIN können in Zukunft bessere Pollenflugvorhersagen für Bayern erstellt werden. Das ist eine sehr große Hilfe für Allergiker! Denn nur wer weiß, welche Pollen wann und wo fliegen, kann zum Beispiel Vorsorgemaßnahmen ergreifen oder seine Medikamente gezielt einnehmen.

Die erste von insgesamt acht elektronischen Pollenmessstationen im Rahmen von "ePIN" war im April 2018 in Garmisch-Partenkirchen in Betrieb gegangen. Weitere Pollenmonitore stehen in Viechtach, Marktheidenfeld, Altötting, Mindelheim und Hof. Alle laufen derzeit noch im Testbetrieb. Zudem sollen im Frühjahr Messstationen in München und in Feucht aufgebaut werden.

Die Auswahl der acht "ePIN"-Standorte basiert auf einer umfangreichen mehrjährigen Machbarkeitsstudie des Zentrums für Allergie und Umwelt (ZAUM) der Technischen Universität München und des Helmholtz Zentrums München in Zusammenarbeit mit internationalen Experten. Ziel war es, unter Berücksichtigung verschiedener Klimaparameter und der Bevölkerungsdichte in Bayern die optimale Verteilung der acht elektronischen Messstationen zu bestimmen und somit den Pollenflug in Bayern möglichst repräsentativ abzudecken.

Das bayerische Gesundheitsministerium investiert rund zwei Millionen Euro in ePIN. Das ist sehr gut angelegtes Geld. Denn: Jeder zweite der insgesamt zwei Millionen Allergiker in Bayern reagiert auf Pollen.
Das Projekt "ePIN" ist Teil der bayerischen Klimaanpassungsstrategie und wurde am 13. September 2016 vom Bayerischen Ministerrat beschlossen. Es wird unter Leitung des LGL durchgeführt. Berater und Projektpartner sind das ZAUM der Technischen Universität München und das Helmholtz Zentrum München, das Leibniz Rechenzentrum (LRZ) sowie weitere nationale und internationale Forschungseinrichtungen.

Weitere Informationen unter: https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/arbeitsplatz_umwelt/biologische_umweltfaktoren/bioaerosole/epin.htm





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