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09.05.2019

InnoMat.Life: Mehr Sicherheit für neuartige Materialien

Nanomaterialien und andere neuartige Materialien finden inzwischen vielfache praktische Anwendung. Das von ihnen ausgehende Risiko ist bislang aber nur in Teilen erforscht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat dazu das Forschungsverbundprojekt InnoMat.Life eröffnet, um ganzheitlich Gesundheits- und Umweltrisiken neuartiger (Nano-)Materialien zu erforschen. Im Zentrum der Untersuchungen stehen neben Nanomaterialien auch Materialien für neuartige Fertigungsverfahren wie den 3D-Druck. Das Verbundprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 2,22 Mio. € gefördert und vom BfR koordiniert. Zehn Partner aus Behörden, Wissenschaft und Industrie kooperieren, um Kriterien für eine effiziente Bewertung der Gesundheits- und Umweltrisiken neuartiger (Nano-)Materialien zu erarbeiten.

Die Sicherheitsforschung konzentrierte sich bislang vor allem auf Nanomaterialien aus Reinsubstanzen. In der Praxis kommen aber inzwischen weit mehr Hybridmaterialien aus zwei oder mehr Substanzen zum Einsatz. Viele der industriell verwendeten Werkstoffe enthalten Partikel mit breiter Größenverteilung, wie Metallpulver oder Polymere für den 3D-Druck und auch Materialien mit besonderen Geometrien, wie Stäbchen, Plättchen und Fasern. Ein wesentliches Ziel von InnoMat.Life besteht darin, Kriterienkataloge zu schaffen, nach denen auch komplexe Materialien in Bezug auf ihr Gefahrenpotenzial in Gruppen zusammengefasst werden können. Dabei werden Expositionen von Mensch und Umwelt ermittelt und bewertet. Das Vorhaben berücksichtigt den Lebenszyklus der Werkstoffe von der Synthese bis zur Entsorgung.

www.bfr.bund.de



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