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03.07.2019

MAK- und BAT-Werte-Liste 2019

Die Ständige Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat dem Bundesminister für Arbeit und Soziales die 55. MAK- und BAT-Werte-Liste übergeben. Sie enthält gegenüber dem Vorjahr 69 Änderungen und Neuaufnahmen.

Festgelegt wurde eine neue Maximale Arbeitsplatz-Konzentration (MAKWert) für Trikresylphosphate. Diese werden häufig als Flammschutzmittel, Weichmacher oder auch in Schmiermitteln verwendet. Insgesamt legte die Kommission für neun Stoffe den MAK-Wert neu fest, bei sieben Stoffen änderte sie den Wert und bei zwei Stoffen bestätigte sie ihn nach ein‧gehender Prüfung der aktuellen Literatur. Neu ist auch die Einstufung von fünf Stoffen in die Kanzerogenitäts-Kategorie 4. Für krebserzeugende Stoffe dieser Kategorie legt die Kommission MAK-Werte fest, deren Einhaltung vor der Entstehung eines Tumors schützen. Dazu gehört die beispielsweise zur Wasserenthärtung eingesetzte Nitrilotriessigsäure und ihre Natriumsalze sowie das zur Herstellung von Kunststoffen verwendete Vinylacetat. Alle Stoffe mit einem MAK-Wert wurden zudem auf die Begrenzung kurzzeitiger Expositionsspitzen und auf eine Gefährdung während der Schwangerschaft überprüft.

Die Kommission reagierte durch die Festlegung eines Biologischen Arbeitsstoff-Referenzwertes (BAR) auf die Besorgnis von Polizeibeamten über eine erhöhte Antimonbelastung. Antimon wird in Sprengstoffzündern und Munition eingesetzt und beim Schießtraining freigesetzt. Der jetzt festgelegte BAR beschreibt die Hintergrundexposition beruflich nicht exponierter Personen und erlaubt damit abzuschätzen, in welchem Ausmaß Personen dem Stoff im Beruf ausgesetzt sind.

Geändert haben sich auch die Biologischen Arbeitsstoff-Toleranzwerte (BAT-‧Werte) für N,N-Dimethylacet‧amid und für 1,4-Dioxan. Neue BAR-Referenzwerte für Acrylnitril, Bisphenol S und 1,4-Dichlorbenzol wurden abgeleitet.

Die Vorschläge für Änderungen und Neuaufnahmen stehen bis zum 31. Dezember 2019 zur Diskussion. Bis dahin können dem Kommissionssekretariat neue Daten oder wissenschaftliche Kommentare vorgelegt werden. Die Liste ist in gedruckter Form wie auch digital im Open Access verfügbar. 

www.dfg.de/mak



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