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17.04.2018

Linzer Luft: Start der Stickoxid-Sanierung

Oberösterreichs Umwelt-Landesrat Rudi Anschober hat in der Regierungssitzung Anfang der Woche einen Antrag für den Start eines Arbeitsprozesses für ein neues Maßnahmenprogramm zur Absenkung der Stickoxidkonzentrationen an den Linzer Durchzugsstraßen eingebracht, der vertagt wurde. Der Antrag ist eine erste Reaktion auf den kritischen Bericht des Landesrechnungshofes über die Luftgüte entlang Linzer Durchzugsstraßen. Inhalt: eine Reihe von möglichen Optionen für Maßnahmen von der Nachrüstung von Diesel-PKW über die Einführung von Busschleusen an den Pendlerstrecken, den ÖV-Ausbau bis hin zu Verkehrsberuhigungsmaßnahmen und der Möglichkeit einer Umweltzone für alte Diesel-PKW.

Trotz Ausbaus der Produktion in der Voest ab dem Jahr 2005 wurde durch eine im Jahr 2007 abgeschlossene innovative UVP eine weitere massive Absenkung der Emissionen realisiert. Und durch ein im Jahr 2005 beschlossenes umfassendes Maßnahmenprogramm Feinstaub wurde auch das Problem PM10 gelöst. Jetzt soll auch die NOX-Belastung gelöst werden. Vier Landeshauptstädte sind betroffen, weil sie seit Jahren Grenzwertüberschreitungen bei NOX zumindest bei einer verkehrsbelasteten Messstelle aufweisen.
Die Messstation Salzburg Rudolfsplatz wies 2017 einen NO2-Jahresmittelwert von 45 µg/m3, Graz Don Bosco 45 µg/m3 und bei der Messstation Wien-Hietzinger Kai betrug der Jahresmittelwert 44 µg/m3.

Die Gesetzgebung der EU legt fest, dass die Grenzwerte für NOX ab 2010 eingehalten werden müssen. Für Linz wurde ein Aufschieben bis 2015 durch die EU-Kommission genehmigt. Die EU schreibt vor, das die Grenzwerte spätestens bis 2020 eingehalten werden müssen.

Es besteht daher akuter Zeitdruck. Oberösterreich muss der Kommission belegen, dass das Ziel der Einhaltung der Grenzwerte 2020 konsequent angestrebt wird und ein Maßnahmenprogramm erarbeitet und beschlossen wird, das die Einhaltung der Grenzwerte 2020 ermöglicht.

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