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07.11.2018

Stickstoffdioxid: LUBW weitet Luftqualitätsmessungen aus

Die LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg überwacht ab dem 1. Januar 2019 an 40 zusätzlichen Standorten im Land die Konzentrationen des gesundheitsgefährdenden Luftschadstoffs Stickstoffdioxid (NO2). „Immer mehr Kommunen und Bürgerinnen und Bürger haben sich in den letzten Monaten mit der Bitte an uns gewandt, an ihren Wohnorten die Belastung der Luft mit Stickstoffdioxid zu überprüfen“, erklärt Eva Bell, Präsidentin der LUBW. Diesen Anfragen hat die baden-württembergische Landesregierung nun mit dem Sondermessprogramm Rechnung getragen. Uwe Lahl, Amtschef im Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, das die Sondermessungen der LUBW finanziert, sieht in den zusätzlichen Messungen der LUBW eine große Hilfe, um die Schadstoffbelastung an vielbefahrenen, innerörtlichen Straßen in Baden-Württemberg noch detaillierter zu dokumentieren.

Hauptemittent für Stickstoffdioxid ist der Straßenverkehr. Derzeit misst die LUBW die Konzentration des Luftschadstoffs an 68 Messorten im Land, 40 davon sind straßennah. Aufgrund der hohen Anforderungen an die Rechtssicherheit der Messungen konnten bisher noch nicht alle verkehrsnahen Belastungspunkte untersucht werden, die der LUBW gemeldet wurden. Deshalb werden nun an den neu zu untersuchenden Standorten zunächst Messungen für 3 Monate durchgeführt. So kann man sehr schnell eine Vielzahl von Straßenabschnitten untersuchen und es können neben den gemeldeten Straßenabschnitte auch Messpunkte aus anderen Messaktionen überprüft werden, wie beispielsweise der des SWR und der deutschen Umwelthilfe (DUH).

Die Straßenabschnitte wurden von der LUBW im Vorfeld eingehend geprüft. Grundlage hierfür sind die Bestimmungen der Verordnung über Luftqualitätsstandrads und Emissionshöchstmengen (39. BImSchV). Auswahlkriterien waren eine hohe Verkehrsbelastung, das Vorhandensein von Wohnbebauung und eine geringe Windgeschwindigkeit. An den ausgewählten zusätzlichen 40 Straßenabschnitten wird nun die Belastung durch Stickstoffdioxid messtechnisch überprüft. An allen übrigen Standorten ist keine rechtlich relevante Grenzwertüberschreitung zu erwarten. Erste Ergebnisse der Sondermessungen sollen im Frühsommer 2019 vorliegen. Messpunkte, an denen eine Überschreitung des Jahresgrenzwertes von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) Luft möglich erscheint, sollen dann das ganze Jahr betrieben werden.

www.lubw.baden-wuerttemberg.de



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