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06.12.2018

Viele europäische Städte müssen schnell für bessere Luft sorgen

Dabei setzen Kommunen immer öfter auf die Brennstoffzellentechnologie, die bei ihren Fahrzeugflotten, Wärmeerzeugungs- sowie Industrieprozessen eine emissionsfreie Alternative bietet. Antriebs- und Kraftstoff ist dabei der Wasserstoff. So wollen laut einer aktuellen Studie von Roland Berger ca. 90 europäische Städte in den kommenden fünf Jahren rund 1,8 Milliarden Euro in diese Zukunftstechnologie investieren. Während die notwendige Infrastruktur aufgebaut wird, hinkt vor allem die Autoindustrie noch hinterher: Es fehlt an verfügbaren Fahrzeugen.

Yvonne Ruf zählt zu den Autoren der Studie "Fuel Cells and Hydrogen for Green Energy in European Cities and Regions", die Roland Berger im Auftrag des The Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking (FCH) erstellt hat. Ihrer Meinung nach ist gerade in Europa in den vergangenen Jahren viel Geld in die Batterietechnologie geflossen. Die Brennstoffzelle führte lange wegen geringer Nachfrage ein Schattendasein.

Mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen gelten als Schlüsseltechnologie, um klima- und gesundheitsschädliche Treibhausgase zu reduzieren. Insbesondere im Flottenbetrieb und Schwerlastbereich können solche Fahrzeuge durch kurze Betankungszeiten und größere Reichweiten auftrumpfen.

Die Umrüstung verspricht nicht nur Umwelt-, sondern auch Wirtschaftseffekte: Der globale Industrieverband Hydrogen Council rechnet damit, dass bis 2050 sogar rund 30 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze entstehen werden. Der Einsatz der Wasserstofftechnologie wird jährliche Umsätze von rund 2.000 Milliarden Dollar weltweit generieren - falls der Wasserstoff sich als globaler Energieträger durchsetzt und bis zu 18 Prozent der globalen Energienachfrage abdeckt.

Die aktuelle Studie zeigt, dass die Pläne der meisten Kommunen konkret und entsprechende Fördermittel bereits bewilligt oder mindestens bereits beantragt sind. Dazu gehört auch der Aufbau eigener Tankstellen. Vor allem ab dem Jahr 2022 soll es demnach zu einem zügigen Ausbau des Netzes kommen; der nötige Wasserstoff soll überwiegend durch Elektrolyse vor Ort hergestellt werden.

Unter www.rolandberger.de/pressemitteilungen kann die Studie heruntergeladen werden.

www.umweltruf.de



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