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10.01.2019

Wiens Anti-Feinstaubmaßnahmen zeigen Wirkung

Bereits zum 7. Mal in Folge hat die Stadt Wien die EU-Grenzwerte für Feinstaub im abgelaufenen Jahr eingehalten. Umweltstadträtin Ulli Sima betonte, dass Wiens Anti-Feinstaubmaßnahmen wirken. Mittlerweile setzt die Stadt das 3. Maßnahmenpaket um, das alle Verursachergruppen umfasst und bekämpft somit erfolgreich den hausgemachten Feinstaub.

Enthalten sind darin die weitere Forcierung des öffentlichen Verkehrs mit Netzoptimierung der Bus- und Straßenbahnflotte und dem U-Bahnausbau, die Parkraumbewirtschaftung, der Einsatz emissionsarmer Fahrzeuge, die thermische Wohnhaussanierung, umweltfreundliche Baustellen, die Ausweitung der Fernwärmenutzung oder der effiziente Winterdienst. Im Rahmen dessen setzt die MA 48 seit Jahren statt auf Streusplitt auf moderne Sole- und Feuchtsalztechnologie. Damit konnten die Streusplittmengen und der dadurch entstandene Feinstaub in Wien drastisch reduziert werden. Auch die Forcierung der E-Mobilität ist ein aktiver Beitrag zur Luftgüte, bis 2020 errichtet die Stadt Wien 1.000 neue Ladestellen im öffentlichen Raum.

Die in Wien gemessenen Höchstwerte für Feinstaub im Jahresmittel wurden seit dem Jahr 2003 halbiert und liegen bei weitem unter dem Grenzwert von 40 µg/m3. Der EU-weite Grenzwert von max. 35 Tagen pro Jahr, an denen der Wert von 50 μg/m3 im Tagesmittel überschritten werden darf, wurde in den vergangenen sieben Jahren in Folge eingehalten, zuletzt sogar deutlich unterschritten. Mit 16 Tagen über diesem Wert hält Wien aus heutiger Sicht die EU-Vorgaben auch 2018 ein und auch der strengere österreichische Grenzwert von max. 25 Tagen pro Jahr, an denen der Wert von 50 μg/m3 im Tagesmittel überschritten werden darf, wurde im abgelaufenen Jahr klar unterschritten.

Hauptverursacher von Feinstaub sind in Wien Straßenverkehr, Bautätigkeiten und private Raumwärmegewinnung ohne Fernwärme. Feinstaub wird aber laut Studien der TU-Wien und des Umweltbundesamtes oft über weite Strecken transportiert, sodass ca. drei Viertel der Wiener Feinstaubbelastung aus überregionalen Quellen stammen, also nicht hausgemacht sind. EU-Vorschriften zur Emissionsreduktion in allen Mitgliedsstaaten tragen daher ebenfalls wesentlich zur Verringerung der Belastung in Wien bei.

Mehr Informationen zum Thema Luftgüte in Wien und die Gratisbroschüre „Eine kleine Luftgütefibel“ gibt es unter www.umweltschutz.wien.at/luft

www.umweltruf.de



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