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28.05.2019

Züricher Luftbelastung 2018: Bilanz durchzogen

Der Grenzwert für die kleinsten Feinstaub-Partikel wurde 2018 an allen Messstellen im Kanton Zürich überschritten. Dieser Grenzwert wurde neu eingeführt, weil die Feinstaubpartikel von weniger als 2,5 Mikrometern Durchmesser besonders gesundheitsschädlich sind. Die letztjährigen Luftqualitätsmessungen von OSTLUFT zeigen aber auch einen Abwärtstrend bei der Stickoxidbelastung. Die verschärften Abgasvorschriften zeigen Wirkung.

Im vergangenen Jahr wurde in der Schweiz neu ein Jahresmittel-Grenzwert für besonders kleine Feinstaubpartikel von weniger als 2,5 Mikrometern Durchmesser eingeführt (so genannter «PM2.5»). Der PM2.5-Anteil des Feinstaubs ist besonders gesundheitsschädlich, denn je feiner die Partikel, desto tiefer dringen sie in die Lungen ein. Die kleinsten Partikel gelangen sogar bis in die Blutbahn. In der Folge versucht das Immunsystem die Eindringlinge abzustoßen. Das verursacht Reizungen und chronische Entzündungen der Atemwege und verstärkt Asthma. Schädlich sind die Kleinstpartikel auch für das Herz-Kreislaufsystem – und sie erhöhen das Risiko von Herzinfarkt und Hirnschlag. Auch sehr feine Rußpartikel aus Verbrennungsprozessen, hauptsächlich aus Holzfeuerungen und dem Straßenverkehr, gehören zu PM2.5. Sie gelten als krebserregend.

Schon seit Jahren arbeiten die Behörden bei Bund und Kantonen daran, die Feinstaubbelastung zu senken. Der Ausstoß krebserregender Rußpartikel aus den vielen kleinen Holzfeuerungen wie etwa Schwedenöfen lässt sich durch den sachgemäßen Betrieb und die Erneuerung alter Öfen deutlich verringern.

Einen positiven Effekt haben ganz offensichtlich die verschärften Abgasvorschriften für Motorfahrzeuge, im Speziellen für Dieselfahrzeuge. So hat der Anteil Ruß im Feinstaub abgenommen, der unter anderem von Dieselfahrzeugen ausgestoßen wird. Dies ist auf den zunehmenden Anteil an Fahrzeugen mit modernen Partikelfiltern zurückzuführen.

Augenfällig ist die Abnahme der Luftbelastung mit Stickstoffdioxid, einem weiteren Luftschadstoff. Auch für den Ausstoß von Stickoxiden ist zu einem guten Teil der Autoverkehr verantwortlich. Und auch hier scheinen die gesetzlichen Vorgaben Früchte zu tragen und zu einer konsequenteren Anwendung besserer Abgasreinigungs-Technologien zu führen.

Weitere Informationen unter https://jahresbericht.ostluft.ch/2018/ und www.fairfeuern.ch



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