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19.06.2019

Maßnahmen wirken – Luftqualität verbessert sich stetig

Immer bessere Luft in immer mehr deutschen Städten: Die Mitteilung der Präsidentin des Umweltbundesamtes vom 17. Juni, wonach die Luftqualität in den Städten besser wird, ist auch für die Städte in Baden-Württemberg zu verzeichnen. Tatsächlich hat sich die Werte für Luftschadstoffe wie Feinstaub (PM10) und Stickstoffdioxid (NO2) in den vergangenen Jahren dank zahlreicher Maßnahmen im ganzen Land deutlich verringert. Der Grenzwert für Feinstaub PM10 wurde im Jahr 2018 an keiner Messstation in Baden-Württemberg mehr überschritten. Auch die Anzahl der Städte mit Grenzwertüberschreitungen für Stickstoffdioxid (NO2) hat nochmals abgenommen. Im Jahr 2018 wurden noch in 14 Städten im Land eine Grenzwertüberschreitung des Jahresmittelwerts für Stickstoffdioxid gemessen, 2017 waren es noch 18 Städte.

Auch für Stuttgart hat sich die Luftqualität verbessert. Verkehrsminister Winfried Hermann sagte dazu: „Nach neuen Simulationsberechnungen kommen wir bei den Stickoxid-Emissionen flächendeckend in Stuttgart so weit runter, dass wir ein Verbot für Diesel der Euronorm 5 in der gesamten Umweltzone vermutlich nicht mehr brauchen. Das liegt auch an leicht zurückgehenden Pkw-Fahrten.“

Mit Blick auf die Stadt Stuttgart ist eine dieser Maßnahmen die zeitnahe Einführung eines Sonderfahrstreifens für den Busverkehr in Stuttgart auf Höhe des stark belasteten Neckartors. Diese Maßnahme ist Teil der Ergänzung der 3. Fortschreibung des Luftreinhalteplans Stuttgarts und wird zur Vermeidung von streckenbezogenen Verkehrsverboten an Tagen mit Feinstaubalarm am Neckartor umgesetzt.

Weiterhin werden auf Grundlage des Bundesverwaltungsgerichtsurteils weitergehende Verkehrsverbote für Stuttgart geprüft. Ein flächendeckendes Verkehrsverbot für die gesamte Umweltzone wird es aller Vorrausicht nach für Euro 5 Dieselfahrzeuge nicht geben. Die positive Entwicklung der Messwerte in Stuttgart zeigt, dass streckenbezogene Verkehrsverbote oder kleinräumigere Sperrungen für Euro 5 Dieselfahrzeuge ausreichend sein könnten. Der starke Rückgang der Schadstoffbelastung ist nach Ansicht des Ministeriums durch weitere Maßnahmen, wie beispielsweise die VVS-Tarifreform und dem Ausbau des ÖPNV-Angebots sowie auf die seit 1. Januar 2019 geltenden Verkehrsverbote für Euro 4 Dieselfahrzeuge zu erklären.

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