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01.07.2019

An 30 Messstellen keine Grenzwertüberschreitungen für Stickstoffdioxid

Die LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg hatte im Januar 2019 an zusätzlichen 39 verkehrsnahen Messpunkten mit orientierenden Messungen für den Luftschadstoff Stickstoffdioxid begonnen. Die 39 Messstellen für das Sondermessprogramm wurden zum 1. Januar 2019 neu eingerichtet und zunächst bis zum 31.03.2019 betrieben. Ziel ist die Konzentrationen des gesundheitsgefährdenden Luftschadstoffs Stickstoffdioxid (NO2) an bisher noch nicht im Fokus stehenden, innerörtlichen Straßenabschnitten in Baden-Württemberg zu dokumentieren. Gemessen wird an Straßenlaternenmasten oder Verkehrsschildern im Straßenraum gemäß den Vorgaben der 39. BImSchV. „An 30 von 39 Messstellen liegen die Werte für Stickstoffdioxid deutlich unterhalb des geltenden Grenzwertes, das ist eine gute Nachricht für alle Anwohnerinnen und Anwohner“, fasst Eva Bell, Präsidentin der LUBW die Ergebnisse für das erste Vierteljahr zusammen.

Diese von der LUBW berechneten Mittelwerte für drei Monate zeigen eine Tendenz auf, ob der gesetzlich relevante Jahresmittelwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft an den betreffenden Straßenabschnitten eingehalten werden kann.

An 3 Messstellen liegt der Wert knapp unterhalb des Grenzwertes. Hier wird die LUBW die Messungen mittels Passivsammler vorläufig fortführen, um sich ein besseres Bild von der Belastungssituation zu machen. Diese hängt von verschiedenen Faktoren ab wie Wetter, Verkehrsaufkommen und Ozon.

Lediglich an 6 Messstellen wurden Stickstoffdioxidkonzentrationen oberhalb der Grenzwerte nachgewiesen. Diese Messstellen werden von der LUBW bis zum Jahresende weiter betrieben. Erst dann wird sich zeigen, ob tatsächlich Überschreitungen der zulässigen Grenzwerte vorliegen. „Wir rechnen damit, dass sich im weiteren Jahresverlauf nicht alle Überschreitungen bestätigen werden“, so Bell.

Die höchste Belastung im Rahmen des Sondermessprogramms wurde mit 54 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft in Stuttgart am Messpunkt „Stuttgart Talstraße“ festgestellt. Aber auch in kleineren Orten mit hoher Verkehrsbelastung wurden erhöhte Konzentrationen gefunden. So weist der Messpunkt in Blaustein mit 47 Mikrogramm vorläufig die zweithöchste Belastung auf. „Die Ergebnisse bestätigen das Vorgehen der LUBW: Nicht die Stadtgröße ist bei der Auswahl der Messstandorte entscheidend, sondern die ermittelte Verkehrsstärke und die örtlichen Verhältnisse beim Luftaustausch“, so Bell.

www.lubw.baden-wuerttemberg.de



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